Innovation aus Tradition – seit 65 Jahren

Ein mutiger Schritt in die Selbstständigkeit
Vor 65 Jahren, in einem umgebauten Kuhstall, begann die Erfolgsgeschichte der Rudolf Schad GmbH & Co. KG. Firmengründer Rudolf Schad entschied sich damals – wie seine Ehefrau Gisela ihren Enkeln gern erzählte – zwischen zwei Wegen: dem Kauf eines Autos, um zur Arbeitsstelle im Fuldaer Raum zu pendeln, oder dem Erwerb einer Drehbank, um den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen.
Es wurde eine Entscheidung, die – rückblickend betrachtet – weit über die Region hinaus Wirkung zeigte.
Von Hosenfeld in alle Welt
Mit der Herstellung der Schlaufenknotmaschine, einer Maschine zum Aufhängen von Fleisch, legte Schad den Grundstein für ein Produkt, das bis heute weltweit gefragt ist. Der wichtigste Absatzmarkt liegt traditionell in Deutschland, Österreich und Italien, wo die Technik vor allem zur Herstellung von geräuchertem Speck und Schinken genutzt wird. Mittlerweile findet man die Maschine jedoch nahezu auf dem gesamten europäischen Kontinent sowie in Teilen Nord- und Südamerikas, Asiens, Afrikas und Australiens. „Irgendwie müssen wir es noch in die Antarktis schaffen“, scherzt der kaufmännische Geschäftsführer Hans-Dieter Schad.
Familienführung in zweiter und dritter Generation
Er ist der dritte Sohn des Unternehmensgründers und verantwortet den Bereich Lebensmitteltechnik. Gemeinsam mit seinem Bruder und zweitältesten Sohn Christoph Schad, dem technischen Geschäftsführer und Leiter des Bereichs Metalltechnik, führen sie das Familienunternehmen. Unterstützung erhalten die beiden von ihrem Bruder und jüngsten Sohn Wolfram Schad, der als Meister in der Werkstatt tätig ist. In Gedenken bleibt der erste Sohn und älteste Bruder, Wilhelm Schad, der im Jahr 2009 verstarb und zuvor das Unternehmen als Geschäftsführer entscheidend mitprägte.
Heute ist bereits die dritte Generation im Betrieb aktiv und bringt neue Impulse und Ideen mit ein – ein klares Zeichen für die Beständigkeit des Familienunternehmens.
Innovation trifft Handwerk
Aus der Eigenfertigung von Maschinenteilen entwickelte sich im Laufe der Jahre eine eigenständige Sparte für Metalltechnik. Durch kontinuierliche Investitionen in moderne Dreh- und Fräsmaschinen sowie den Ausbau der Blech- und Edelstahlbearbeitung hat sich Schad einen festen Namen in zahlreichen Branchen gemacht, darunter der Textil-, Gummi-, Automobil-, Milch-, Maschinenbau-, Schuh- und Verpackungsindustrie. Viele der langjährigen Kunden vertrauen seit Jahrzehnten auf die Qualität aus Hosenfeld – und ihre Aufträge gehen in alle Welt.
Mit Zuversicht nach vorn
Es ist beeindruckend, wie sich der einst kleine Betrieb zu einem international agierenden Unternehmen entwickelt hat, das weltweit Spuren hinterlässt.
Auch im äußeren Erscheinungsbild hat sich Schad modernisiert: Das Logo wurde überarbeitet und eine einheitliche Corporate Identity geschaffen. Das Unternehmen präsentiert sich heute ebenso modern wie bodenständig. Die Zeit bleibt nicht stehen – und Schad ebenso wenig. Zahlreiche Projekte und Neuerungen stehen bereits in den Startlöchern. Das gesamte Team blickt mit Zuversicht auf eine Zukunft voller Chancen und Herausforderungen.